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Spiritismus

Die Existenz Gottes

Gott ist die höchste Intelligenz und der Ursprung von allem. Er ist ewig, unveränderlich, immateriell, einzig, allmächtig, souverän gerecht und gut. Obwohl wir immer noch sehr weit davon entfernt sind, Gott vollständig zu verstehen, können wir die Existenz Gottes feststellen, indem wir all diejenigen Dinge betrachten, welche nicht von Menschenhand geschaffen wurden und wir uns uns klar machen, dass es keine Wirkung ohne eine Ursache gibt.
Das bedeutet, wenn das Universum existiert, dann, weil es durch "etwas" geschaffen wurde, dass bereits vor ihm existierte, da es nicht aus dem Nichts durch nichts erschaffen worden sein kann. Schließlich können wir aus der Beobachtung des Universums schlussfolgern, dass das, was das Universum geschaffen hat intelligent, allmächtig und allem übergeordnet sein muss. Diese überlegene Intelligenz nennen wir Gott.

Die Existenz der Seele, ihr Überleben des physischen Todes und ihre Fähigkeit zur Kommunikation mit der materiellen Welt

Der Spiritismus erklärt, dass der Mensch in Wirklichkeit Geist ist, welcher vorübergehend in einem Körper aus Fleisch und Blut existiert. Wenn der Körper stirbt, geht der Geist, der ihm Leben einhauchte, zurück an den Ort, wo er herkam. Die geistige Welt ist demzufolge unsere wahre Heimat, weil jeder von dort kommt. Die Erde ist eine große Schule, die uns durch die verschiedensten Lebensumstände dazu anregt, uns moralisch und intellektuell weiterzuentwickeln.
Aber wie kann es sein, dass wir die uns umgebenden Geister weder hören noch sehen können? Das kommt, weil unser physischer Körper so grobstofflich ist, dass ihm die Wahrnehmung von Dingen feinstofflicher Natur, wie die geistige Welt und die Geistwesen selbst, im Allgemeinen unmöglich ist.
Jeder von uns hat mehr oder weniger Schwierigkeiten mit dieser Art der Wahrnehmung. Die Körper der Menschen, die wir Medium nennen verweigern sich weniger der feinstofflichen Impressionen der geistigen Welt und geben ihnen die Möglichkeit die geistige Welt und die Geistwesen ganz oder teilweise wahrzunehmen.

Die Wiedergeburt und eine beständige moralische und intelektuelle Weiterentwicklung der Seele

Alle Geistwesen werden von Gott einfach und unwissend geschaffen, mit dem Zweck durch eigene Anstrengungen und Verdienste eines Tages zu spiritueller Perfektion zu gelangen, d. h. mit dem Ziel Wissen über alles zu erlangen, sich alle moralischen Qualitäten eigen zu machen und sich vollständig mit Gott, seinem Frieden, seiner Weisheit und seiner Liebe zu allem und jedem zu identifizieren. Allerdings ist es nicht möglich, dass so unperfekte Geistwesen wie wir alle diese Tugenden in nur einem Erdenleben erreichen können. Aus diesem Grund lässt Gott uns auf der Erde reinkarnieren, d. h. auf die Erde zurückzukommen, um unsere spirituelle Weiterbildung und Vervollkommnung fortzusetzen.
Mit jeder Inkarnation lernen wir neue Dinge und bekommen mehr Erfahrung. Wir lernen zwischen guten und schlechten Taten zu unterscheiden, erkennen die Vorzüge gute Taten zu vollbringen und fangen an dies mehr und mehr zu mögen. Ziel der Inkarnation ist es, uns die Möglichkeit zu geben, durch die aufeinander folgenden Leben auf der Erde – später auch auf anderen weiterentwickelten Welten – spirituelle Vervollkommnung zu erlangen.

Das Vergessen der vorhergehenden Inkarnationen

Wir können uns nicht an unsere letzten Leben erinnern. Hierin zeigt sich die Weisheit Gottes. Wenn wir uns an die schlechten Dinge, die wir getan haben oder unter denen wir gelitten haben, sowie an die Feinde, die uns schlechte Dinge angetan haben bzw. denen wir schlechte Dinge angetan haben, erinnern könnten, hätten wir Bedingungen, unter denen wir heute nicht Leben könnten. Denn oft sind unsere Feinde aus der Vergangenheit heute unsere Söhne, Brüder, Eltern, Freunde, die mit uns zur Versöhnung zusammen sind. Die Reinkarnation existiert daher, um die Fehler wiedergutmachen zu können, die wir in vergangenen Leben begangen haben.

Das Gesetz von Ursache und Wirkung

Jeder von uns ist alleine für seine Taten verantwortlich. Die positiven und negativen Konsequenzen sind daher Ergebnisse unser eigenen Entscheidungen. Das ist das Gesetz von Aktion und Reaktion, Ursache und Wirkung. Wenn wir also jetzt leiden können wir daraus schlussfolgern, dass die Ursache dieses Leidens in Fehlern in der Vergangenheit liegt. Wenn wir schlechte Dinge tun, werden wir demnach früher oder später (in dieser oder einer anderen Inkarnation) unter den Konsequenzen dieser Tat leiden.